Texte zum nachdenken


Ich wünschte, Du hätest meinen Job!

Wir wünschten, ihr könntet...

Was ist ein Feuerwehrmann!

Über den freiwilligen Dienst am Nächsten

Ich wünschte, Du hättest meinen Job!

Leute, ich wundere mich über Euch. Ich wundere mich, wenn Ihr an einer
Feuerwache vorbeifahrt und sagt:" Ich wünschte, ich hätte deinen Job"
Nur manchmal wünschte ich auch, dass Ihr in hättet.

Ich wünschte, Ihr hättet ihn gehabt, als ich zu meinem ersten Brand fuhr und mich zu Tode fürchtete.
Ich wünschte, Ihr hättet ihn, wenn ich hinten in einem Rettungswagen stehe und einen fünfjährigen Jungen
Versuche wiederzubeleben und danach das Entsetzen der Familie sehe,
wenn der Arzt ihnen sagt, dass ihr Sohn tot ist.
Was glaubt Ihr, wie ich meine Kinder in dieser Nacht festhalten wollte.
Ich wünschte jedes Mal, Ihr hättet ihn,
wenn es mal wieder um leben und Tod geht.
Ob ich meinen Job mag? Ja, ich habe ihn sehr gern!
Ja, ich liebe ihn, wenn ich ein fünfjähriges Kind vor dem Tode gerettet habe.
Ich weiß, dass ich immer mein Bestes gebe.
Ich habe es gern, wenn Kinder zur Feuerwache kommen.
Mehr Erwachsende sollten kommen. Ich achte den Respekt, den mir die Leute entgegenbringen, die wissen was ich leiste und die meinen Job kennen.
Ich habe es gern, wenn Ihr sagt:
"Danke, Feuerwehrmann, dass Du da gewesen bist".
Während ich mich also über Euch wundere, wundert Euch nicht über mich.

Ich bin nichts Besonderes, aber wenn Ihr mich braucht, dann bin ich da.

Ein Feuerwehrmann aus Montana, USA Nov. 1977

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Wir wünschten, ihr könntet...

"Wir wünschten, Ihr könntet den Kummer des Geschäftsmannes sehen, als sein Lebenswerk
in Flammen aufging oder die Familie, die nach Hause kam, nur um Ihr Haus und Ihre
Habseligkeiten beschädigt oder sogar zerstört vorzufinden.

Wir wünschten, Ihr könntet fühlen, wie es ist, ein brennendes Schlafzimmer nach
eingeschlossenen Kindern abzusuchen, die Flammen schlagen über deinen Kopf hinweg,
während des Kriechens schmerzen deine Handflächen und Knie, der Fußboden gibt unter
deinem Gewicht nach, wenn die Küche unter dir zu brennen anfängt.

Wir wünschten, Ihr könntet die Furcht in den Augen einer Ehefrau um 3 Uhr morgens sehen,
wenn man Ihrem 40 Jahre alten Ehemann den Puls fühlt und keinen findet, mit der
Herz- Lungen- Wiederbelebung wird in der Hoffnung ihn wieder zurückzuholen,
obwohl man weiß, dass es zu spät ist. Aber seiner Frau und seiner Familie das Gefühl versucht zu geben, alles mögliche getan zu haben.

Wir wünschten, Ihr könntet den unvergleichbaren Geruch brennender Isolierungen,
den Geschmack von Ruß auf deinen Schleimhäuten, das Gefühl intensiver Hitze,
die durch deine Ausrüstung dringt, das Geräusch der lodernden Flammen oder die Beklemmung absolut
nichts durch diesen dichten Rauch zu sehen, nachempfinden "Sensationen, an die man sich zu sehr gewöhnt hat, mit denen man zu sehr vertraut geworden ist"

Wir wünschten, Ihr könntet verstehen, wie es ist, am Morgen zur Schule oder zur Arbeit zugehen, nachdem wir den Großteil der Nacht, heiß und wieder nass durchgeschwitzt,
bei einem Großfeuer verbracht haben.

Wir wünschten, Ihr könntet unsere Gedanken lesen, wenn wir zu einem entstehenden Feuer
gerufen werden, "Ist es ein falscher Alarm oder ein fortgeschrittenes, atmendes Feuer ?
Wie ist das Gebäude konstruiert? Welche Gefahren erwarten uns?
Sind Menschen eingeschlossen?"

Wir wünschten, Ihr könntet in der Notaufnahme dabei sein, wenn der Arzt das hübsche
5 Jahre alte Mädchen für tot erklärt, nachdem wir zuvor 25 Minuten lang versucht haben
es am Leben zu halten, sie wird nie zu ihrem Vater gehen können oder jemals wieder die
Worte "Ich liebe dich, Mama" sagen können.

Wir wünschten, Ihr könntet die Frustration im Führerhaus des Löschfahrzeuges fühlen,
der Maschinist drückt seinen Fuß fest auf die Bremse, wieder und wieder heult das
Martinshorn, wenn du dir vergeblich versucht Vorfahrt an einer vorfahrtsberechtigten
Kreuzung zu schaffen oder im dichten Verkehrsstau. Wenn du uns brauchst, wann auch immer
es ist, deine ersten Worte nach unserem Eintreffen werden sein:
" ES HAT FAST EINE EWIGKEIT GEDAUERT BIS IHR HIER WART !"

Wir wünschten, Ihr könntet unsere Gedanken lesen, wenn wir helfen, eine junge Frau aus den
zertrümmerten Resten ihres Wagens zu ziehen, "Was währe, wenn es meine Schwester,
meine Freundin oder eine Bekannte ist ? Wie werden ihre Eltern reagieren, wenn vor ihrer Tür
ein Polizist steht, der seine Mütze in den Händen hält ?"

Wir wünschten, Ihr könntet wissen, wie es sich anfühlt nach Hause zu kommen, Eltern und
Familie zu begrüßen, aber nicht das Herz zu haben ihnen zu erzählen, dass man beinahe vom
letzten Einsatz nicht zurückgekommen wäre.

Wir wünschten, Ihr könntet euch die physischen, emotionale und mentale Belastung von stehen
gelassenem Essen, verlorenem Schlaf und verpasster Freizeit vorstellen, zusammen mit all
den Tragödien, die unsere Augen gesehen Haben.

Wir wünschten, Ihr könntet die Ängste und das Bangen unserer Freundinnen, Frauen und
Lebensgefährten verstehen, wenn wir zu einem Einsatz gerufen werden und sie auf uns
warten, egal zu welcher Tageszeit.

Wir wünschten, Ihr könntet verstehen, wie es ist, einen Jungen in den Armen zu
tragen, der fragt," Ist meine Mama OK ?", und es dir unmöglich ist, ihm in die Augen zu
schauen, ohne dass dir Tränen in die Augen steigen und weißt nicht, was du sagen sollst.
Oder wie es ist, einen alten Freund zurückzuhalten, der mit ansehen muss, wie sein bester Kumpel
in den Rettungswagen getragen wird, und du genau weißt, dass er nicht angeschnallt war.

SOLANGE IHR DIESES LEBEN NICHT DURCHGEMACHT HABT, WERDET IHR NIEMALS
WIRKLICH VERSTEHEN ODER EINSCHÄTZEN KÖNNEN, WER WIR SIND,
WAS WIR SIND ODER WAS UNSERE ARBEIT WIRKLICH BEDEUTET:

SEHR VIEL !!!!!

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Was ist ein Feuerwehrmann!

Er ist ein Mann wie du und ich,

der in diesem Hause wohnt, mit dem aufgeweckten Kopf eines Kindes,

der sich nie der Bewegung der Sirenen, Brände und Gefahren entziehen kann,

mit Fehlern, Sorgen und mit unerfüllten Träumen,

aber mit mehr Güte als die meisten von uns.

Der seine Kräfte anbietet, jedes Mal, wenn es Alarm schlägt.

Der mit einem Mal der glücklichste oder unglücklichste Mann ist...

Der den Wert des Lebens kennt,

weil er schon oft die große Macht der unkontrollierten, zerstörerischen Kräfte gespürt hat.

Ein Mann, der auf das Lächeln der Kinder antwortet,

weil er in seinen Armen kleine Körper getragen hat,

die nicht mehr lächeln werden.

Ein Mann, der sich an den einfachsten Vergnügen des Lebens erfreut,

wie an deinem Gruß zum Beispiel,

oder an einer Tasse heißen Kaffee, um seine Glieder zusammenzuhalten.

Oh Kameradschaft eines tapferen Mannes,

Oh göttlicher Friede nach getaner Arbeit mit all den Leuten.

Der Feuerwehrmann hegt keinen Groll

und schwingt keine Fahnen, noch reißt er irgendwelche Zoten,

aber er pflegt das Andenken an die verunglückten Kameraden.

Der Feuerwehrmann spricht nicht über die Brüderlichkeit

unter Menschen......

Er lebt sie!!!!!

Das ist ein Feuerwehrmann

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Über den freiwilligen Dienst am Nächsten

Ein Thema, das uns allen furchtbar einfach erscheint. Das sind Leute, die kommen, wenn's brennt. Punktum, stimmt eigentlich ! Aber wenn man darüber etwas schreiben soll, wird man doch nachdenklich. Freiwillige Feuerwehr ! Das klingt doch etwas anders als zum Beispiel "Berufsfeuerwehr". Zunächst einmal denkt man doch wohl daran, dass hier jemand sein Steckenpferd reitet, sprich, seinem Hobby frönt. Zum Zweiten hört sich das alles sehr amateurhaft an. Und die meisten kennen die Freiwillige Feuerwehr ohnehin nur von Festen und Veranstaltungen.

Aber was sind das denn nun eigentlich für Leute, die sich in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren ? Zunächst sind das Leute wie wir alle. Handwerker, Angestellte, Akademiker, Arbeiter, kurz fast alle Berufsschichten sind vertreten. Was unterscheidet einen freiwilligen Feuerwehrmann von anderen Bürgern ? Der zweite Teil des Satzes gibt Auskunft, kurz und bündig: Sie kommen nämlich, wenn ihre Mitbürger in Not und Gefahr sind, ohne Rücksicht auf Religion und Herkunft. Bleibt nur noch die Frage: Nur wenn's brennt ? Nein, in allen Notlagen, ob Menschen- oder Tierleben, ob Sach- oder Umweltwerte in Gefahr sind. Damit wäre also schon alles gesagt. Oder doch nicht ?

Eigentlich nicht, denn wir sollten uns doch noch einmal den Menschen hinter dem Feuerwehrmann ansehen. So von vorne gesehen ist dieser Mensch ganz normal, eben wie du und ich. Aber merkwürdigerweise ist dieser Mensch als Feuerwehrmann bereit, mitten in der Nacht, während der Arbeitszeit (wenn's möglich ist), am Nachmittag, am Sonntag oder zum Beispiel auf der Konfirmation seines Neffen, bei Alarm alles stehen und liegen zu lassen, um zu helfen, zu retten und Hilfe zu leisten und auch dabei das Leben zu riskieren. Die Feuerwehr kommt bei einem Chemieunfall ebenso wie bei einem Wasserrohrbruch im Keller. Freiwillig !

Ebenso freiwillig, wie er mindestens einen Abend in der Woche opfert, um bei Übungen sein Wissen um Fahrzeuge, Hilfeleistungen und Löschpraktiken zu vervollkommnen. Wohlgemerkt, neben den normalen Einsätzen. Keiner, der sich nur einen Platz sucht, um sich gemütlich irgendwo zu treffen, um ein paar Bier in geselliger Runde zu trinken. Also Helden ! Nein, das auf keinen Fall. Auf gar keinen Fall. Helden wollen sie alle nicht sein. Aber ein wenig anders sind sie doch. Keine Rowdies, die ihre Mitbürger absichtlich bei einer nächtlichen Rundfahrt mit Blaulicht und Martinshorn mal kurz wecken wollen. Keine Saufbrüder, die jede Gelegenheit wahrnehmen, sich ein Bier "reinzutun". Keine Vereinsmeier, die sich ihr "Hobby" durch die Stadt finanzieren lassen. Es sind durchweg ganz normale, dabei aber doch wohl ganz besondere Menschen, die das machen, was andere nicht tun wollen oder können. Die ihren Teil zum Allgemeinwohl beitragen. Ohne Lohnforderungen, ohne finanzielle Ansprüche und auch ohne Lobby. Schon "Amateure". Aber mit fundiertem Fachwissen und mit umfangreicher Ausbildung, die schon ganz einem zweiten Beruf ähnelt. Eben ganz normale "Leute".

Oder doch nicht ?

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